Inspiration und Begegnung beim Impuls-Abend

 „Immer wieder frische Anregungen mitnehmen“

Kontakte knüpfen, andere Unternehmer und auch den Verein kennenlernen – dazu haben die Wirtschaftsjunioren Lindau-Westallgäu am Donnerstag an ihrem Impulsabend eingeladen.

 

Langjährige Mitglieder und Interessierte konnten sich hier inspirieren lassen von den Begegnungen mit anderen Unternehmern und den Impulsvorträgen der sechs Redner, die Salomé Liebermann und Sonja Jöckel als Vorsitzende der Wirtschaftsjunioren in den Pulverturm eingeladen hatten. In den Vorträgen spiegelte sich dabei die Vielfalt der Themen wieder, mit denen sich die Wirtschaftsjunioren beschäftigen. Von Einblicken in einzelne Unternehmen wie etwa das Lindauer Weingut von Claudius Haug oder die Firma Duwe 3D bis hin zu Impulsen für das unternehmerische Denken war ein breites Spektrum vertreten. Kurzweilig blieben die Vorträge durch eine große Stoppuhr: Jeder Redner musste seine wichtigsten Informationen innerhalb von sechs Minuten auf den Tisch bringen. Rechtsanwalt Alexander Greiner gab in seiner Redezeit Impulse zur Vermeidung von Gesetzesverstößen in Unternehmen und betonte dabei die Wichtigkeit der Unternehmenskultur. Auch Bernd Buck plädierte in seinem Vortrag für Partnerschaftlichkeit als wichtige Erfolgsstrategie für Unternehmer. Wie textliche Kommunikation mit Kunden und Mitarbeitern besser funktionieren kann, zeigte Bernadette Goebel auf und warnte auf unterhaltsame Weise vor Rechtschreibungs-Stolperfallen.

Einen kurzen Einblick in die Geschichte der Wirtschaftsjunioren gaben die beiden ehemaligen Vorsitzenden Horst Poralla und Andreas Hoch. Poralla berichtete, wie die Wirtschaftsjunioren in den 80er Jahren dazu beitrugen, die Lindauer Wirtschaftsgespräche breiter und öffentlichkeitswirksamer anzulegen. „Uns war wichtig, keine Diskussion im schönen theoretischen Elfenbeinturm zu führen, sondern uns auch in politischen Fragen zu engagieren“, so Poralla. Als Highlight bezeichnet er die Podiumsdiskussion zum OB-Wahlkampf 1982. „Da brachten unsere Fragen die Kandidaten ganz schön ins Schwitzen.“ Auch im Vorfeld der Abwahl von OB Jürgen Müller veranstalteten die Wirtschaftsjunioren eine Podiumsdiskussion mit über 1000 Besuchern, wie Andreas Hoch berichtete.

„Wir haben damals schon Querdenker an Bord geholt, deren Gedanken auch heute nicht an  Aktualität verloren haben“, berichtete Poralla. So luden die Wirtschaftsjunioren den Autor Hans A. Pestalozzi und den Pater Basilius Streithofen ein, die sich mit Ethik in der Wirtschaft auseinandersetzten, so Poralla. Viele Themen sind ähnlich geblieben, die Mitgliederstruktur aber hat sich gewandelt, wie der ehemalige Vorsitzenden Andreas Hoch feststellt: „Wir haben einen wahnsinnig hohen Frauenanteil. Da spiegelt sich eine gesellschaftliche Entwicklung wieder.“ Er hofft, dass die heutigen Wirtschaftsjunioren, wie auch früher schon, die künftigen Vertreter der Wirtschaft stellen, etwa in der Industrie- und Handelskammer.

Gegenseitiger Austausch ist das wichtigste, so der Tenor der Gäste, die später beim Büffet zusammenstehen und sich rege unterhalten. Gabriele Donner ist inzwischen Fördermitglied und denkt gerne an ihre aktive Zeit bei den Wirtschaftsjunioren zurück. "Wir hatten eine Partnerschaft mit Brixen und Bozen, und regen Austausch mit den Vorarlberger Wirtschaftsjunioren", beschreibt sie die auch internationalen Kontakte. Auch Heidrun Müller möchte hier durch eigene Erfahrungen Input geben, aber auch selbst "immer wieder frische Impulse" mitnehmen für ihr Unternehmen. Martin Zentgraf war beim Impulsabend zum ersten Mal dabei und denkt über eine Mitgliedschaft bei den Wirtschaftsjunioren nach. Die Kontakte sollen sein Unternehmen bekannter machen. "Werbung kostet heute so viel Geld, da ist jede Visitenkarte Gold wert." Jennifer Haak hielt das Beitrittsformular schon in der Hand: "Das Netzwerk ist eine tolle Sache, um sich in das Stadt- und Regionalgeschehen zu involvieren und die Leute sind sehr offen."

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